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Kenterung im Golf von Biskaya (1997)

Ausgangslage: Eine Yacht sollte mit einem erfahrenen Skipper und zwei ungeübten Mitseglern von Malta nach Plymouth überführt werden. In einem spanischen Hafen erfuhr der Skipper, dass für den Golf von Biskaya Windstärke 7–8 vorhergesagt war. Er lief trotzdem aus. Kurz danach meldete der Wetterfunk bereits Windstärke 9.

Unfall: Die Yacht wurde von einer brechenden Welle auf die Seite gelegt, richtete sich wieder auf, wurde von der nächsten Welle jedoch komplett auf den Kopf gestellt. Dabei löste sich ein Mitsegler von seiner eigentlich befestigten Sicherheitsleine und ging über Bord. Die beiden anderen konnten die Rettungsinsel nicht rechtzeitig sichern, eine Welle riss die Verbindungsleine, der Verunglückte trieb ab und wurde nie gefunden. Die Notfunkbake alarmierte die französische Seenotrettung, die beiden Überlebenden wurden nach acht Stunden in der beschädigten Rettungsinsel per Hubschrauber geborgen.

Mehrere Signalraketen versagten beim Auslösen. Die Rettungsinsel kenterte in der schweren See leicht, und ihr Notfallpaket ließ sich wegen der schmalen, länglichen Form nur schwer öffnen.

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