Yacht kollidiert mit einer Fahrwassertonne

Ausgangslage: Drei erfahrene Segler unternahmen bei böigem Wetter (Wind 5–6, Böen 7) einen Ausflug mit einer 40-Fuß-Yacht zu einem Mittagessen in einem nahen Hafen. Sie mussten mehrfach kreuzen.
Unfall: Beim Vorbereiten einer weiteren Wende nahe einer roten Fahrwassertonne traf eine starke Böe die Yacht. Sie legte sich auf die Seite und ließ sich nicht mehr steuern. Der Bug prallte mit Wucht auf die Tonne, die Yacht drehte sich, und das Ruder wurde beim Kontakt mit der Tonne abgerissen. Wasser drang durch den offenen Ruderschaft ein. Der Skipper setzte einen Mayday-Notruf über UKW ab, die Crew pumpte und schöpfte, doch die Yacht sank weiter. Ein Rettungsboot kam schnell zur Stelle, die Crew verließ das sinkende Boot rechtzeitig. Die Yacht sank kurz darauf.
Lehren
- Abstand zu Fahrwassertonnen und Festpunkten halten, besonders beim Kreuzen. Für ein Wendemanöver ausreichend Platz einplanen, falls es nicht auf Anhieb gelingt.
- Bei böigem Wind reffen: Ein verkleinertes Segel hält das Boot aufrechter und die Steuerung länger wirksam, wenn eine Böe das Ruder aus dem Wasser hebt.
- Auf Notfälle vorbereitet sein: Wo liegen Grabbag, Rettungsinsel und Ausrüstung, und funktioniert jeder Handgriff im Ernstfall?
- Früh Mayday absetzen, sobald klar ist, dass Wasser eindringt. Ein Boot kann überraschend schnell sinken.
