Motoryacht fährt mit Autopilot auf eine Kaimauer
Eine Motoryacht mit sechs Personen fuhr in einem stark befahrenen Hafenbereich auf einen Kai zu, als das Mobiltelefon des Skippers vom Steuerpult fiel. Reflexartig schaltete er den Autopiloten ein, um es aufzuheben. Danach ließ sich der Autopilot nicht mehr abschalten: Fernbedienung ohne Wirkung, das Bedienelement schlecht erreichbar, im Sicherungskasten fand er nicht schnell die richtige Sicherung. Die Yacht prallte mit etwa 7–9 Knoten gegen die Kaimauer, eine Passagierin wurde am Kopf verletzt, der Skipper leicht verletzt. Später ließ sich das Ruder wegen des noch aktiven Autopiloten und der gebrochenen Steuersäule nicht bedienen. Er warf einen Anker und setzte eine Rettungsinsel aus.
- Lose Gegenstände sichern (Handy, Tasse, Karte). Ein rutschendes Handy darf nie zum Auslöser werden.
- Autopilot nicht in vielbefahrenen Revieren nahe an Kaimauern einschalten.
- Jeder Steuermann muss wissen, wie man den Autopiloten sofort abschaltet und auf Handsteuerung umstellt – auch bei Systemausfall.
- Bei Kontrollverlust sofort Fahrt wegnehmen, nicht zögern. Wer früher und entschlossener bremst, mindert die Folgen deutlich.
- Fernbedienungen auf Ladezustand prüfen.
