Themen für jede Woche

  • Knotenkunde

    Folgende Knoten sind für die Prüfung wichtig.

    Sieben der folgenden Knoten werden in der Prüfung gefragt. Von diesen sieben Knoten müssen sechs mit ausreichendem Ergebnis bewertet worden sein. Je Knoten hat man einen Fehlversuch frei und die Verwendung der Knoten muss richtig erklärt werden.

    1. Achtknoten
    2. Palstek
    3. Kreuzknoten
    4. Einfacher oder doppelter Schotstek
    5. Stopperstek
    6. Webeleinstek
    7. Webeleinstek auf Slip
    8. Rundtörn mit zwei halben Schlägen
    9. Belegen einer Klampe

    Achtknoten

    Seine Form erklärt seinen Namen. Mit dem Achtknoten werden Tampen - wie Schoten , Strrecker oder Fallen - gesichert, damit sie nicht aus einer Rolle oder einem Block ausrauschen. Er dient dazu, ein Seilende zu verdicken.
      

    Zuerst wird ein Auge gelegt. Anschließend wird das Tauende einmal um das Seil geführt, durch das Auge gesteckt und festgezogen.

    Palstek

    Der Palstek ist ein Auge, das sich auch unter großer Belastung nicht zuzieht. Ideal zum Festmachen des Schiffes am Poller. Er kann bedingt auch zur Rettung von Personen eingesetzt werden. Im Grunde reicht der alte Merksatz "aus dem Teich heraus, um den Baum herum, in den Teich hinein", um zu wissen, was mit dem losen Ende geschehen soll.
       

    Ein Auge wird gelegt. Hier liegt das lose Ende oberhalb der entstehenden Kreuzung. Das lose Ende von unten durch das Auge stecken. Nicht zu weit ziehen, da hierdurch der Umfang der Hauptschlaufe festgelegt wird. Das lose Ende wird von unten um die Leine gelegt, die z.B. fest mit dem Schiff verbunden ist und wird zum Schluß wieder durch das Auge von oben durchgesteckt und festgezogen.

    Kreuzknoten

    Der Kreuzknoten ist ein einfacher Knoten zum Verbinden zweier Enden von gleicher Stärke, die auch aus gleichem Material bestehen sollten, um ein Verrutschen zu verhindern. Er ist äußerst unzuverlässig, wenn damit zwei verschieden dicke Enden verbunden werden sollen. Wird er einseitig belastet, kann er überkippen und sich sofort auflösen.
      

    Man startet mit einem einfachen Knoten und steckt anschließend noch einen zweiten Knoten.
    Regel 1: Das Ende was oben war, bleibt auch oben.
    Regel 2: Linkes über rechtes Ende, dann rechtes über linkes Ende. (oder anders herum)
    Hier: Linkes Ende war beim ersten Schlag oben und bleibt auch oben. Der Knoten sieht richtig gesteckt symmetrisch aus. Die Enden liegen parallel.

    Schotstek

    Der Schotstek dient dem Verbinden zweier ungleichstarker Enden. Er bekneift sich umso mehr, je mehr Zug auf ihn wirkt. Er wird daher gerne genutzt, um einen verlängernden Tampen an ein anderes Seileinde zu binden. Er kann in einfacher und doppelter Ausführung gesteckt werde. Sind die Taue nicht unter Zug, kann er sich von alleine lösen.
       

    Mit dem stärkerem der beiden Enden wird eine Bucht gebildet und mit dem dünneren Ende der Knoten gesteckt. Das dünne Ende wird von unten durch die Bucht gesteckt (1), um die Bucht herum geführt (2) und unter dem dünnen Ende hindurch gesteckt und festgezogen (3). Das lose Ende bleibt an der Seite. Für den doppelten Schotstek (4) wird das lose Ende erneut unter dem dünnen Ende hindurch gesteckt und festgezogen.

    Stopperstek

    Mit dem Stopperstek kann eine Hilfsleine an ein unter Spannung stehendes Seil geknotet werden, beispielsweise zum Belegen der Vorleine an einer Schlepptrosse, so dass die Vorleine bei Zug nicht rutscht. Er zieht sich unter Belastung zu und lockert sich bei Entlastung wieder und kann entlastet verschoben werden.
      

    Die dünne Leine wird um die Schlepptrosse (hier eine Stange) gewickelt und schon bei der ersten Umrundung in Schlepprichtung gekreuzt (1). Anschließend erneut in Schlepprichtung kreuzen (2) und das lose Ende vor die eigene Vorleine führen. Dieses unter der letzten Windung durchstecken und festziehen (3). Die Zugrichtung, in der dieser Knoten nicht rutschen würde, wäre in diesem Fall nach rechts, siehe Pfeil.

    Webeleinenstek

    Der Webeleinenstek ist ideal, um eine Leine an einer Stange, einem Tau oder einem Poller zu befestigen. Er dient auch zum Festmachen von Fendern an der Reling. Er hält, wenn er dauerhaft unter Zug steht. Zum kurzzeitigen befestigen kann er auch auf Slip (3) gelegt werden. Von Vorteil ist seine Einfachheit und die Möglichkeit, ihn auch mitten im Seil verwenden zu können, wenn seine Enden nicht frei sind.
      

    Zuerst wird das Tau von oben um die Reling geschlagen, die Reling wird umrunden und gekreuzt (1). Anschließend wird das Ende unter der diagonalen oben liegenden Windung hindurchführen (2). Wird ein Webeleinstek auf Slip gelegt (3), kann man ihn mit einem Zug lösen.

    Rundtörn

    Eineinhalb Rundtörn mit zwei halben Schlägen zum langfristigen Festmachen am Pfahl oder am Ring.
      

    Ein Pfahl mit einenhalb Rundungen umschlagen (1). Anschließend wird ein halber Schlag um das mit dem Schiff verbundene Seil gesteckt (2) um nachfolgend einen zweiten halben Schlag zu stecken (3). Die beiden halben Schläge müssen in gleicher Richtung gesteckt werden und sollten wie ein Webeleinstek aussehen.

    Belegen einer Klampe

    Dient beispielsweise zum Festmachen des Schiffes am Steg oder um Tampen an Bord zu belegen.
       

    Die Leine wird auf der zur Zugrichtung entgegengesetzten Seite der Klampe um diese einmal herumgeführt (1) und auf der Klampe mehrfach gekreuzt (Kreuzschläge) (3). Je häufiger gekreuzt wird, desto weniger Zug entsteht an der losen Part. Somit bekneift sich der abschliessende Kopfschlag (3 und 4) kaum mehr und ist leichter wieder zu lösen.

    Der Kopfschlag (3) wird so gelegt, dass die letzten Achten parallel nebeneinander liegen. Er soll die Achten nur fixieren und darf kaum unter Zug stehen. Der Kopfschlag ist eine Bucht, welche so eingedreht wird, dass sich das lose Ende selbst einklemmt, wenn es um das Horn der Klampe gesteckt wird.
    Abschließend wird der Kopfschlag festgezogen (4).